Cologne Extreme+ eine harte Nummer

Zufriedenstellender Abschluss bei Deutscher Meisterschaft

Zum Saisonfinale machte ich mich dieses Jahr auf nach Kölle um dort im Rahmen des Cologne Triathlon Weekends gleich zwei Wettkämpfe zu bestreiten. Das Ganze wird Colgone 226 extreme+ genannt. Von den insgesamt 4200 Athleten, welche an den beiden Tagen in Köln am Start waren, wagten sich lediglich 11 Athleten den extreme+ zu bestreiten.

So machte ich mich auf den langen Weg nach Köln, von der Oberpfalz aus quasi die andere Seite Deutschlands und landete in meinem Heim für die nächsten Tage – Anfangs musste ich noch in einem Massenschnarcherzimmer (obwohl EZ gebucht war) unterkommen, glücklicherweise bekam ich für die beiden letzten Tage ein Einzelzimmer .

So ging es am Samstag auf der Smart Distanz an den Start.

Zu Beginn standen 700m Schwimmen auf der Regattabahn an. Hier konnte ich mich gut positionieren und den Wasserschatten des Führenden ausnutzen. Das Schwimmtraining, welches ich die letzten Wochen von 1 auf 2 Einheiten pro Woche hochschraubte zahlten sich aus ;-) So ging ich als 2. auf die Radstrecke und konnte schon bald die Führung übernehmen, welche ich Stück um Stück auf den 24 km ausbaute indem ich mit einem Schnitt von 41,4 km/h dahinbrauste.

Beim abschließenden Lauf musste ich wegen der anstehenden Langdistanz des nächsten Tages mit meinen Kräften etwas haushalten und sicherte nach Hinten sicher ab.

Das hieß Platz 1 bei der Auftaktdisziplin – als Belohnung erhielt ich ein gefülltes 3l Erdinger Glas – Regeneration pur?

 

Nach einer erholsamen Nacht im Einzelzimmer machte ich mich zusammen mit der Kathi mit ihrem Robert auf den Weg, um die Langdistanz zu bestreiten, welche zugleich als Deutsche Meisterschaft ausgetragen wurde.

Der erste Schritt ins Freie lies Gedanken an das Regenrennen von Regensburg vor 4 Wochen aufkommen.

Zum Glück war es mit 16 Grad etwas wärmer als beim IRONMAN in meiner oberpfälzischen Heimat.

Da es bereits am Vortag mit dem Schwimmen ganz gut klappte, sicherte ich mir wieder denselben Startplatz und ab gings. Anfangs konnte ich noch sehr gut am Pacemaker dranbleiben, doch dann machten sich die kurzen 2000m Einheiten (mehr ging einfach aus Zeitgründen nicht) bemerkbar und ich musste abreissen lassen, kämpfte jedoch weiter.

Nach 54 Minuten entstieg ich dem Wasser – Platz 12 nach dem Schwimmen.

Dann gings aufs Rad – so richtig mein Wetter- nass, kühl, glitschige Straßen und ein wenig Wind.

So versuchte ich mein Bestes, doch bereits nach 30 Minuten machten sich wieder fieße Krampfansätze bemerkbar, so dass ich mein Tempo zügeln musste. Schön gleichmäßig spulte ich die restlichen 160 km Kilometer um Kilometer ab – 3,4 Watt/kg Körpergewicht – mehr  war nicht drin – aber ich denke so konstant habe ich noch keine Radstrecke absolviert…

Dadurch verlor ich natürlich Platz um Platz, auch wenn es später wieder aufhörte zu regnen, aber die Muskeln waren einfach hart…

Dann ein schneller Wechsel uns ab gings auf die Laufstrecke – hier wechselte ich mich immer mit Almuth Grübler (spätere 2. Platzierte) in der Tempoarbeit ab.

Schön gleichmäßig wie in Regensburg gings dahin – und keine Krämpfe!!!

Bei km 26 kam dann mal kurz der Mann mit dem Hammer und kurze Gehpausen an den Verpflegungsstellen waren die Folge. Die letzten 10km versuchte ich nochmal das Tempo zu verschärfen, was mir so halbwegs gelang. So lief ich mit 3:20 Stunden die 11. beste Marathonzeit, was mit einer Endzeit von 9:15 Stunden den 14 Platz in der Gesamtwertung der Deutschen Meisterschaft bedeutete. In der sehr stark besetzten AK kam ich auf Platz 6.

Die Extreme Wertung gewann ich unangefochten mit über einer Stunde Vorsprung.

So konnte ich in Köln einen schönen Saisonabschluss feiern, wozu wohl mein ausgeklügeltes Trainingsprogramm der letzten 4 Wochen seite dem IM Regensburg beigetragen hat.

Nun ist ersteinmal Erholung angesagt bevor im Oktober wieder Training mit Schwerpunkt Athletik/Gymnastik der Stützmuskulatur, Koordination und Technik ansteht.

Für 2012 werde ich wieder eine Profilizenz lösen und mehr Zeit für mich nehmen.

Das Projekt „Von 0 auf Triathlon“ startet wie gewohnt im November, worauf ich mich wieder ganz besonders freue.

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