Leistungssteigernde Musik
Der Einfluss von Musik auf unsere Leistung
Forscher der Brunel University in London haben sich intensiv damit beschäftigt, welchen Einfluss diese beiden Variablen (Tempo und Lautstärke) auf die emotionale Reaktion von Sportlern und deren sportliche Leistung haben. Sie fanden heraus, dass Musik, die vor dem Wettkampf mit schnelleren Tempi gespielt wurde, eine positivere Emotionslage und mehr Erregung bewirkte. Eine größere Lautstärke führte ebenfalls zu Erregung. Darüber hinaus werden schnellere Tempi eher bei gesteigerter Trainingsintensität bevorzugt. Sie tragen zudem auch zu einer besseren Sprint-Regatta-Leistung bei. Musik mit schnellerem Tempo und größerer Lautstärke ist daher wahrscheinlich angebrachter, wenn bei intensiven Belastungen eine größere Erregung und höhere Leistungen notwendig sind. Möglicherweise fördert sie eine leistungsbezogene assoziative Aufmerksamkeitsfokussierung.
Der Musikrhythmus kann ebenfalls stark motivierend wirken. Ein Titel mit einem starken Rhythmus, der vom Tempo her ähnlich ist wie die ausgeübte Tätigkeit, kann die Sprintleistung verbessern, da sie die Aufmerksamkeit auf die Beibehaltung der Schrittfrequenz lenkt. Ganz instinktiv orientieren wir uns immer weg von dissonanter/disharmonischer Musik. Das ist eine Tatsache, die wir nutzen können. Wenn wir schnelle, stark rhythmische, jedoch dissonante Musikstücke hören, kann dies zu erhöhter explosiver Leistung führen.
Nehmen wir das Beispiel des früheren 400-m-Läufers Iwan Thomas. Der gab an, dass er bei harten Trainingseinheiten immer Firestarter von The Prodigy hörte, um für zusätzlichen Schwung und Dynamik zu sorgen. Und wie man sieht, hat es funktioniert! Der Songtext trug in diesem Fall wahrscheinlich ebenfalls zum Erfolg bei, da er die Vorstellung von einer aggressiven und bösartigen Person oder Sache wachruft. Bei der Auswahl von Musik, mit der die Leistung gesteigert werden soll, wird den Liedtexten daher eine wichtige Rolle zuteil.





