Wechselwirkungen von Eisenpräparaten und Nahrungsmitteln
Wie nehme ich Eisenpräparate richtig ein?
Jeder Deutsche schluckt durchschnittlich 1.250 Tabletten und andere Medikamente pro Jahr – und das fast immer, ohne darüber nachzudenken, womit er sie herunterschluckt, mal mit Milch, mal mit Kaffee, mal gar mit Bier oder dem Isodrink von der letzten Radausfahrt und nicht selten zusammen mit einer kompletten Mahlzeit.
Triathleten nehmen oft Eisenpräparate zu sich, machen sich jedoch keine Gedanken über Wechselwirkungen mit Nahrungsmitteln.
Hemmung der Eisenaufnahme
Aber es gibt auch viele Faktoren, vor allem in unserer Ernährung oder Medikamente, die die Aufnahme von Eisen ins Blut verhindern. Dies sind beispielsweise:
- Schwarztee
- Kaffee
- Milchprodukte
- Manche Antibiotika
- Schmerzmittel
- Entzündungshemmende Medikamente
Koffein aus Kaffee und Cola:
Medikamente gegen Blutarmut sind nutzlos, wenn sie zusammen mit Kaffee oder Cola geschluckt werden. Die Gerbsäure der Getränke bindet die Eisenionen im Magen an sich und der Organismus scheidet das Eisen ungenutzt aus.
Schwarztee
Die Oxalsäure und die Gerbstoffe in schwarzem Tee sind ebenso dafür verantwortlich, dass sich dieser nicht mit Eisenpräparaten verträgt. Denn die Säure verhindert, dass das Eisen vom Darm aufgenommen werden kann.
Wer also Eisentabletten braucht, sollte mindestens zwei Stunden warten, bis er sich einen Schwarztee kocht. Ein starker Wirkungsverlust kann auch bei der gleichzeitigen Einnahme von schwarzem, grünem oder anderem gerbstoffhaltigen Tee mit Antidepressiva eintreten. Hier müssen zwischen Einnahme und Teetrinken mindestens zwei Stunden vergehen.
Milch / Mineralwasser
Auch Milch hemmt durch ihren hohen Kalziumgehalt die Aufnahme der Eisenionen im Magen.
Die meisten Mineralwässen enthalten ebenfalls häufig viel Kalzium.
Förderung der Eisenaufnahme
Vitamin C hingegen fördert die Aufnahme von Eisen in den Körper. Daher ist es sinnvoll, zusammen mit Eisen auch Vitamin C zu sich zu nehmen.
Ein anderer Stoff namens Histidin unterstützt das Eisen bei seiner Arbeit. Auch Histidin wird benötigt, um den roten Blutfarbstoff zu bilden.





